Neurofeedback ist eine Methode, Funktionen des Körpers optisch und akustisch dem eigenen Bewusstsein wahrnehmbar zu machen. Insofern ist es eine hervorragende Ergänzung zu medikamentösen Therapien und kann vielen Menschen in jedem Lebensalter helfen, Wohlbefinden und Verhalten positiv zu beeinflussen.

Neurofeedback in der Ergotherapie: Wir vertrauen auf computergestütztes Training

Mit einer Optimierung der Hirnströme Verhalten positiv beeinflussen

Die Praxis für Ergotherapie Gudrun Lenniger ist eine der wenigen Praxen im Umkreis von Geseke, Paderborn, Salzkotten, Erwitte, Lippstadt und Delbrück, die sich auf Neurofeedback (Biofeedback) spezialisiert hat und umfangreiche Erfahrungen mit dieser computergestützten Trainingsmethode besitzt. Neurofeedback ist ein weltweit eingesetztes Verfahren zur Regulierung von Gehirnaktivitäten. Mittels moderner Messmethoden wird die mentale Aktivität direkt am Kopf gemessen und dem Übenden zu Trainingszwecken zurückgemeldet. Durch diese Rückmeldung lernen Patienten ihre Gehirnaktivität selbst besser zu regulieren. Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf Fehlregulierung der Gehirnaktivität zurückzuführen. Mit Neurofeedback können Patienten lernen, diese Fehlregulationen besser auszugleichen und zu mehr Funktionsfähigkeit zu finden. Neurofeedback ist in der Behandlung von AD(H)S, Migräne, Schlafstörungen und einer Vielzahl weiterer Krankheiten vom Vorschulalter bis ins hohe Alter erfolgreich möglich. Aus modernen Behandlungskonzepten ist das Neurofeedbackverfahren kaum noch wegzudenken, es bietet eine Ergänzung zu medikamentösen Therapien und kann diese sogar ersetzen.

Ziel des Neurofeedbacks ist es, durch eine Optimierung der Hirnströme die Wahrnehmung, das Denken, die Aufmerksamkeit, das Verhalten und das Wohlbefinden nachhaltig positiv zu beeinflussen. Das Gehirn verändert seine Aktivitätsmuster nachhaltig. Neurofeedback ist relativ einfach anzuwenden, völlig schmerzfrei, nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nebenwirkungsfrei und deshalb die bessere Wahl zu Medikamenten. Die Effekte von Neurofeedbacktraining halten nach regelmäßigem Training auch über mehrere Monate ohne Training an und werden, ähnlich wie Fahrradfahren oder Schwimmen, kaum wieder verlernt.

Und so funktioniert Neurofeedback (Biofeedback)

Bei einer Sitzung werden am Kopf des Patienten drei bis fünf Sensoren befestigt, die die Hirnströme aufnehmen. Auf dem Monitor eines Computers können diese Messungen sichtbar gemacht werden. Der Anwender sieht außerdem verschiedene Animationen, die ihm positive Veränderungen seiner Hirnaktivität sofort direkt sichtbar oder auch hörbar zurückmelden (Feedback). Der Patient lernt durch diese Erfolgsmeldungen die verbesserte Hirnaktivität immer schneller und anhaltender zu erreichen. Dem Gehirn werden dabei keinerlei elektrische Impulse zugeführt, es wird ausschließlich die augenblickliche Hirnaktivität gemessen und zurückgemeldet. Die Sitzungen dauern mit allen Vorbereitungen ca. 60 Minuten. Ebenso wie bei Blutdruckmessungen oder EKG spürt man keinen Schmerz. Ob etwas unangenehm ist, ist eine sehr persönliche Empfindung. Die Mehrheit der Anwender empfindet Neurofeedback nicht als unangenehm. Eine strikte Altersgrenze wird nicht gezogen. Gängig ist der Schuleintritt als Mindestalter. Individuell kann man auch mit jüngeren Kindern einen Versuch machen. Ein Höchstalter gibt es nicht, gerade älteren Menschen mit nachlassenden geistigen Fähigkeiten kann Neurofeedback helfen.

Übrigens: Ein hochpräzises und modernes Therapiegerät, das sich die Technik des Biofeedbacks zunutze macht, ist der HandTutor™, den wir seit Herbst 2018 in unserer Praxis für Ergotherapie verwenden. Der HandTutor™ eignet sich hervorragend für das Training von Bewegungsabläufen der Hand und wird bei Patienten eingesetzt, die an Einschränkungen der Beweglichkeit leiden z.B. aufgrund von Schlaganfall, Multipler Sklerose, Muskelatrophie, Morbus Parkinson u.ä.

Therapeutische Anwendungsbereiche von Neurofeedback/Biofeedback in der Ergotherapie:

  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Migräne
  • Epilepsie
  • Tinnitus
  • Autismus
  • Schlaganfall
  • Suchtkrankheiten (z.B. Alkoholismus)
  • Tic-Störungen, Tourette-Syndrom
  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Schlafstörungen

Anwendungsbereiche zur Verbesserung kognitiver und sensitiver Fähigkeiten in der Ergotherapie:

  • Steigerung der Entspannungsfähigkeit
  • Erhöhung der Stresstoleranz
  • Training von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Kontrolle von Entspannungstechniken
  • Erhöhung der Aufnahmefähigkeit
  • Meditation